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Ideen für Adventskalender

Fertig gekauft oder selbstgemacht? Ganz klassisch mit Bildchen oder Schöggeli drin, mit Geschenken oder Erlebnissen? Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Wir stellen ein paar Ideen für Adventskalender vor.


Die Sache mit den Adventskalendern beschäftigt mich jedes Jahr aufs Neue. Eigentlich hatten mein Mann und ich uns mal aus Prinzip gegen Geschenke-Kalender entschieden. Schliesslich haben die Kinder eh schon so wahnsinnig viel… Und werden an Weihnachten dann ja auch wieder grosszügig eingedeckt.
Stattdessen gab es bei uns ganz klassische Bildli-Kalender, einen Buch-Kalender (aus dem ich jeden Tag im Advent ein Kapitel vorlas), oder auch mal einen „tönenden Adventskalender“ (eine CD mit 24 Geschichten und im Cover integriertem Bildli-Kalender - gibts beispielsweise hier).
Nur - ich selber hätte als Kind immer sooo gerne mal einen Geschenke-Kalender gehabt. Und jetzt als Mami hätte ich sooo grosse Lust, meinen Kindern mal einen zu basteln (dabei bastle ich doch gar nicht gerne!).
Letztes Jahr haben wir also eine Ausnahme gemacht. Es gab einen Kalender für alle vier zusammen, jedes Kind hatte also insgesamt 6 Päckchen, die es öffnen konnte. Die Freude war riesig. Bei den Kindern - aber auch bei mir. Es hat so grossen Spass gemacht, zu sehen, wie gespannt die Mädels jeweils waren, was wohl in ihrem Päckchen drin sein könnte, und wie gross dann auch die Freude war.
Ein Jahr später stehen wir nun wieder vor der Frage: Wie machen wir es diesmal? Ich gebe zu, der Geschenke-Kalender, den ich aus Prinzip nicht wollte, hat einfach eine schöne Stimmung gezaubert... Wenn Geschenke, dann sollen es für uns allerdings Dinge sein, die ohnehin benötigt werden. Sachen also wie Haargummis (mit vier Töchtern ist unser Haargummiverschleiss riesig), neue Bleistifte, Verbrauchsmaterial zum Basteln. Dann gehen mir aber auch schon die Ideen aus… und da bleiben noch eine Menge Türchen (oder Säckchen, Tütchen, Päckchen…) übrig.
Eine prima Idee finde ich grundsätzlich „Erlebnis-Kalender“. Hinter jeder Tür befindet sich dann ein Gutschein für eine Aktivität, die an diesem Tag zusammen unternommen wird. Ich kenne Familien, bei denen die Kinder im Voraus Vorschläge für diesen Kalender beisteuern dürfen, andere überraschen die Kinder mit eigenen Ideen.
Ein solcher Kalender macht für mich allerdings nur dann Sinn, wenn die jeweilige Aktivität auch mehr oder weniger am betreffenden Tag ausgeführt wird. Und genau da liegt mein Problem. Wer meinen {http://www.blog27.ch/de/liste_500970-580816/wenn-der-adventszauber-zum-stress-wird.html Post zur stressigen Adventszeit} gelesen hat, der weiss, dass ich eh schon damit kämpfe, unsere Adventszeit nicht zu sehr zu überladen. Kommt nun der Druck dazu, jeden Tag eine Adventskalender-Aktivität ausüben zu müssen - ich glaube, das würde unsere Familie zum Kollaps führen! Vielleicht wirds bei uns in diesem Jahr eine Mischung geben. Ein paar Geschenke, ein paar Schöggeli, ein paar ausgesuchte Aktivitäten.
Wir werden sehen - ich hab ja noch ein paar Tage Zeit, mich zu entscheiden.

Hier jedenfalls ein paar Ideen für Aktivitäten, die in den Adventskalender passen würden:

Gemeinsam Guezli oder Grittibänze backen
Ein Lebkuchenhaus backen/basteln (eine Anleitung dazu gibts hier)
Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt
Weihnachtsdeko basteln
DVD-Nachmittag mit Weihnachtsfilm
im Wald Würstchen oder Schoggibananen braten
Schlittschuh laufen
Schlitteln / einen Schneemann bauen (den Gutschein müsste man bei Schnee spontan in den Kalender schmuggeln)
Zusammen den Weihnachtsbaum aussuchen
Zusammen den Weihnachtsbaum schmücken
Eine Adventsgeschichte erzählen
Lieblingsessen aussuchen
Gemeinsam Pizza backen / etwas kochen
Zusammen Punsch / heisse Schokolade / Chai-Tee kochen und geniessen
Besuch im Hallenbad
Abendlicher Spaziergang, um die Weihnachtsbeleuchtungen zu bestaunen
Samichlaus-Versli üben
Zusammen Weihnachtslieder singen oder hören
Zusammen ein Gesellschaftsspiel spielen
Ein weihnachtliches Bild malen oder etwas Weihnachtliches basteln.
Besuch von lokalen Weihnachtsattraktionen (in Winterthur zB Rösslitram, Chlaus-Hüsli)

Und dann gibts bei uns übrigens noch ein letztes Problem zu lösen, falls sich in unserem Kalender am Ende tatsächlich einige Geschenke finden sollten: Unsere Jüngste liebt nichts mehr, als verbotene Dinge auf irgend eine Art und Weise an sich zu bringen und auseinanderzunehmen. Ich würde mir um einen klassischen Päcklikalender also ernsthafte Sorgen machen! Schon letztes Jahr hat sie einige Geschenke erwischt und frühzeitig ausgepackt… In diesem Jahr währen die Geschenke wohl nicht mal mehr an der Decke vor ihr sicher.
Deswegen überlege ich grad an einer anderen Variante herum. Vielleicht mach ich einfach nur kleine Zettelchen mit Hinweisen, wo im Haus das Geschenk des Tages versteckt ist. Nur darf ich dann auf keinen Fall vergessen, jeweils am Vorabend tatsächlich das Geschenk zu verstecken…






Michelle Boss
, 34, Ehefrau, Mutter (4 fabelhafte Töchter zwischen 2 und 7 Jahren), freie Radioredaktorin, Ungern-Bastlerin aber begeisterte LEGO-, Puzzle- oder Möbel-Zusammenbauerin, Vielleserin und -Vorleserin, Beziehungsmensch; mag die Adventszeit am liebsten ganz klassisch besinnlich.

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