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Esther Taturi - neu zuständig für den Bärliland-Nachmittag

Im Bärliland ist zur Zeit einiges in Bewegung. Da Vreni Kleiner im nächsten halben Jahr eine Weiterbildung macht, haben sich neue Zuständigkeiten ergeben. Während Esther Grob ab sofort für den Donnerstag- und Freitagmorgen im Bärliland die Verantwortung trägt (ein Interview mit ihr gibt es hier), übernimmt Esther Taturi den Donnerstag Nachmittag. Im Interview erzählt sie mehr über sich.

Esther Taturi, du arbeitest schon sehr lange im Bärliland mit. Wie ist es dazu gekommen?

Meine Schwester ist Mitglied der Freien Evangelischen Gemeinde Winterthur, der das Bärliland früher angegliedert war. Über sie kam die damalige Leitung vor etwa 15 Jahren auf mich zu. Ich habe dann begonnen, sporadisch in der Kinderhüte mit zu arbeiten. Mit der Zeit wurde meine Mitarbeit immer regelmässiger. Ich habe bei mehreren Umzügen mitgeholfen - erst vom Erdgeschoss ins Obergeschoss des damaligen „Haldestüblis“, dann, während der Bauphase des neuen Gebäudes, in die Übergangslösung an der Wülflingerstrasse, und vor 3 Jahren schliesslich in die neue Räumlichkeiten im gate27. In den letzten Jahren wurde ich zur Springerin, die immer dann aushalf, wenn jemand ausfiel oder es sonst Lücken gab.

Nun hast du dich bereit erklärt, einen Nachmittag wöchentlich für das Bärliland zu „opfern“…
Das ist absolut kein Opfer! Es ist sogar eher ein Auftanken für mich. Ich komme raus, mache mal etwas ganz anderes - ich mache ansonsten das Büro für unsere Familienfirma. Meine eigenen Kinder sind bereits zwischen 15 und 21 Jahre alt, da ist es auch schön, wieder mal mit kleineren Kindern zu tun zu haben. Insofern ist diese Arbeit für mich ein seelischer Ausgleich.
Zudem finde ich das Konzept einfach super. Jede Mutter und jeder Vater kennt das doch, dass man einfach mal eine Pause braucht, oder dringende Termine hat. Es ist doch grossartig, dass es diesen Ort gibt, an dem die Kinder liebevoll betreut werden und man sie einfach mit gutem Gewissen abgeben kann.

Bist du der klassische „Kleinkinder-Typ“?
Nicht unbedingt, obwohl ich Kleinkinder wirklich gerne mag. Ich bin mehr der Helfer-Typ, so kam es damals auch zur Mitarbeit - die mir aber wie gesagt sehr viel Freude macht. Ich bin weniger der Leiter-Typ, da musste ich jetzt erst reinwachsen. Es tut mir aber gut, das jetzt auch etwas zu lernen, und jetzt den Donnerstag Nachmittag eine Weile lang zu leiten. Zum Glück übernimmt Esther Grob die ganzen Planungsaufgaben und das Anfragen von Helfern, das liegt mir weniger. Wir sind übrigens immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern - wer gerne mal im Bärliland hüten möchte, darf sich sehr, sehr gern bei uns melden!

Was machst du denn besonders gerne im Bärliland?
Ich mag es sehr gerne, wenn Gespräche mit den Eltern zustande kommen - was nicht immer der Fall ist. Ich beobachte sehr gerne die Entwicklung der Kinder, die über einen längeren Zeitraum hinweg regelmässig zu uns kommen. Es macht mir auch Spass, sie zum ersten Mal zu begrüssen und einzugewöhnen.
Und ich finde es toll, Geschichten zu erzählen. Kinder sind so dankbar und ein tolles „Publikum“. Sie sind total ehrlich, sagen direkt, wenn sie etwas toll finden. Allerdings sagen sie auch, wenn ihnen etwas nicht passt - aber das schätze ich auch sehr.

Hast du manchmal Mühe, Abschied zu nehmen, wenn ein Kind nicht mehr ins Bärliland kommt?
Wenn Kinder aus dem Bärliland „rauswachsen“ und in den Kindergarten kommen, finde ich das weniger schlimm. Oft kommen dann auch kleinere Geschwister nach, und ich sehe die Kinder doch ab und zu noch. Wenn Kinder wegziehen, dann fällt mir das schon schwer. Mir wachsen die Kinder ans Herz - wenn sie dann gehen, dann tut das dann schon etwas weh.

Welche Erfahrungen machst du mit Kindern, die nicht bleiben wollen?
Das gibt es öfters. Mit viel Geduld schafft man es aber in der Regel, dass die Kinder am Ende gerne kommen und problemlos bleiben. Wir schauen dann jeweils mit den Eltern gemeinsam, wie wir die Eingewöhnung handhaben wollen. Da trainieren wir dann in kleinen Schritten, sich von den Eltern zu lösen. Manchmal geben die Mütter vorzeitig auf. Das ist auch voll in Ordnung. Aber wenn die Mütter das wirklich wollen und die Geduld dazu haben, dann kann ich aus Erfahrung sagen, dass es wirklich machbar ist, die Kinder einzugewöhnen.

In der Chinderhüeti Bärliland werden die Kinder jeweils am Donnerstag und Freitag Morgen sowie am Donnerstag Nachmittag während 2,5 Stunden betreut. Mehr Informationen gibts auf der Stägetritt-Homepage






Michelle Boss
, 34, Königstochter (so nennen ihre Töchter Menschen, die an Gott glauben), Ehefrau, Mutter (4 fabelhafte Töchter zwischen 2 und 7 Jahren), freie Radioredaktorin, Ungern-Bastlerin aber begeisterte LEGO-, Puzzle- oder Möbel-Zusammenbauerin, Vielleserin und -Vorleserin, Beziehungsmensch

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