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„Liebt euren Körper!“ - Der Kampf einer Frau für ein besseres Körperbild

Mit einem ungewöhnlichen „Vorher-Nachher-Foto“ startete die Australierin Taryn Brumfitt ihren Kampf für ein besseres Körperbild. "Liebt euren Körper, auch wenn er nicht perfekt ist!", lautet ihre Botschaft. Damit traf sie einen Nerv, ihr Bild wurde millionenfach geteilt.
Das riesige Echo motivierte Taryn Brumfitt, noch stärker dafür zu kämpfen, dass Frauen lernen, ihren Körper zu lieben. Inzwischen hat sie einen Dokumentarfilm zum Thema Körperbild realisiert.


Frauen und ihr Körper… Leider selten eine Lovestory. Gerade Mütter haben oft Probleme damit, zu akzeptieren, wie sich ihr Körper durch ihre Schwangerschaften verändert hat. Die australische Fotografin Taryn Brumfitt kämpfte selbst jahrelang mit diesem Problem. Nach der Geburt ihrer drei Kinder fühlte sie sich unattraktiv und unsicher. Bis sie realisierte, welch schlechtes Vorbild sie dadurch für ihre Tochter Mikaela abgab. „Wie soll ich Mikaela beibringen, ihren Körper zu lieben, wenn ihre Mutter es nicht kann?“, fragte sie sich. „Wie soll ich sie dazu bringen, auch die Teile ihre Körpers, die sie nicht mag, zu lieben?“
Also beschloss sie, ihre Einstellung zu ihrem Körper zu ändern und zu lernen, ihn zu lieben. Jedes Mal, wenn sie in einen Spiegel sah und negative Gedanken durch ihren Kopf schossen, sagte sie stattdessen etwas Positives über ihren Körper. Das funktionierte!
2013 wagte Taryn Brumfitt den ultimativen Schritt: Sie postete auf Facebook ein „Vorher-Nachher-Bild“ der ungewöhnlichen Art. Auf dem ersten Bild ist ihr von Bodybuilding gestählter Körper zu sehen, auf dem zweiten - dem „Nachher-Bild“ - Taryn wie sie heute aussieht, nach der Geburt dreier Kinder (siehe Foto oben).
Sie schrieb dazu: „Üblicherweise sieht die Person auf einem „Davor“-Foto traurig, übergewichtig und ziemlich jämmerlich aus. Wie durch ein Wunder wirkt sie dann auf dem „Danach-Foto“, nun da sie ein paar Kilos verloren hat, plötzlich glücklich, zufrieden und selbstbewusst. Wurden wir darauf trainiert zu glauben, dass wir unsere Körper nur lieben sollten, wenn sie in perfektem Zustand sind?“ Sie selber habe ihren trainierten Körper geliebt, aber ihren Danach-Körper liebe sie genau  so.
„Unsere Körper werden sich in unserem Leben so oft verändern. Sie ändern sich durchs Altern, durch Schwangerschaften, Krankheit, Gewichtsverlust, Gewichtszunahme und so weiter. Wie müssen es lernen unsere Körper davor, währenddessen und danach zu lieben. Sei loyal zu deinem Körper, liebe deinen Körper, es ist der einzige Körper den du hast.“
Das Bild verbreitete sich rasant im Internet, wurde über 3 Millionen mal angeklickt und führte zu hunderten von Medienartikeln.
Taryn Brumfitt wurde klar - das Thema war noch wichtiger, als sie gedacht hatte. 2014 startete sie eine Kampagne, um Geld für einen Dokumentarfilm zu sammeln. Beinahe 9000 Spender halfen mit, und es entstand der Film „Embrace“, der sich mit dem Thema „Körperbild“ befasst. Der Dokumentarfilm wurde dieses Jahr am Sydney Film Festival zum ersten Mal gezeigt und startet nun auch in amerikanischen Kinos. Europäische Kinos sollen folgen, noch sind aber keine Details bekannt.
Hier könnt ihr euch zumindest schon mal den Trailer (leider nur in englischer Sprache) anschauen.

Taryn Brumfitt führt schon seit einiger Zeit einen Blog, wen die englische Sprache nicht abschreckt, der findet dort viele wertvolle Informationen rund ums Thema Körperbild:

The Body Image Movement






Michelle Boss
, 34, Königstochter (so nennen ihre Töchter Menschen, die an Gott glauben), Ehefrau, Mutter (4 fabelhafte Töchter zwischen 2 und 7 Jahren), freie Radioredaktorin, Ungern-Bastlerin aber begeisterte LEGO-, Puzzle- oder Möbel-Zusammenbauerin, Vielleserin und -Vorleserin, Beziehungsmensch

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