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«Männer» unter sich - Vater & Sohn

Es mag unvernünftig sein, den fünfjährigen Sohn mit aufs Motorrad zu nehmen. Manchmal macht eine Prise Gefahr das Abenteuer aus. Wir fuhren keine lange Strecke: über die Kyburg nach Uster ins Molino. Mein Sohn war überzeugt, dass er noch keine bessere Pizza in seinem Leben gegessen hätte. Noch Monate später sprach er über unseren ersten Männerabend.
 
Inzwischen, gut vier Jahre später, assen wir Pizza in Lugano, Winterthur, Italien und London. Die Essenz ist weder Mozzarella noch die Reise auf dem Motorrad, dem Bike oder einem Easy-Jet-Flug – das Geheimnis ist Zeit. 

Zeit als Vater und Sohn. Wie einen Geschäftstermin trage ich mir unsere Männerzeiten sorgfältig in der Agenda ein. Das Handy lautlos. Es soll nichts dazwischenkommen.  

Das reservierte Zeitfenster ermöglicht mir auch persönlich ein Durchlüften: Bewegung, Neues entdecken, Entschleunigen vom Alltag, Abenteuer, Erholung, Genuss und oft fröhliche unbeschwerte Gespräche. Ich achte mich darauf, mit meinem Sohn kein Verhör zu veranstalten. Der Dialog führt irgendwann meist zu den relevanten Themen wie Schule, Freunde oder wichtigen Fragen zum Leben. Oder wir plaudern über das was wir gerade erleben. 

Das Geheimnis ist Zeit. Zeit alleine für meinen Sohn. Das ist jede Minute wert!







Reto Wüthrich, anfangs 40, Christ, Ehemann, Familienvater (Sohn + Zwillingstöchter), Geschäftsführer, Radsportler, Motorradfahrer, Redbull-Trinker, Mac-Jünger, Langduscher, Serienjunkie und Fleischliebhaber

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