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Ins Schwimmbad mit der Rasselbande

Die Sonne brennt vom Himmel, der Schweiss läuft in Strömen - da hilft nur noch der Sprung ins kühle Nass. Der Ausflug ins Schwimmbad oder an den Badesee ist bei hochsommerlichen Temperaturen quasi Pflicht. Wenn solche Ausflüge mit Kleinkindern nur nicht so nervenaufreibend wären… 

7 Tipps, wie der Ausflug in die Badi mit Kleinkindern ohne Nervenzusammenbrüche vonstatten geht.

1. Vorbereitung
Ich habe in der Schwimmbad-Saison eigentlich immer eine „Badi-Tasche“ fixfertig gepackt. Darin sind genügend Tücher (sehr praktisch sind übrigens Mikrofasertücher, die leicht sind, nur sehr wenig Platz in Anspruch nehmen und erst noch schnell trocknen), Badeanzüge, Badewindeln für Mini, Sonnenschutz, eine Trinkflasche und Proviant (in der Wespensaison vorzugsweise nicht zu süss und saftig…). Und natürlich die nötigen Schwimmhilfen.


2. Sicherheit
Selbst meine bald 7jährigen Maxis, die schon recht gut schwimmen, würde ich nie ohne Aufsicht lassen, auch nicht im Nichtschwimmer-Becken. Dennoch geben mir die geeigneten Schwimmhilfen für die Kleineren eine gewisse zusätzliche Sicherheit. Wie oft bin ich kurz abgelenkt - und ein Unfall ist schnell passiert. Für meine Kleinkinder sind deswegen immer Flügeli oder Schwimmwesten im Gepäck - und die werden fix montiert, sobald wir uns von unserem Liegeplatz wegbewegen.


3. Klare Regeln - im Voraus besprechen
Wenn ich alleine mit meinen 4 Töchtern ins Schwimmbad gehe, sind klare Regeln unumgänglich. Meine Maxis wissen, dass sie grundsätzlich nirgendwo hin dürfen, ohne mir Bescheid zu geben. Und wenn ich zu einem Plan nein sage, dann gilt das. Da bin ich echt unnachgiebig - sobald diese Regel gebrochen wird, packen wir zusammen und gehen nach Hause. Die Mädchen wissen auch, das Rücksichtnahme zwingend notwendig ist. Mini und Midi müssen zwischendurch mit zum Nichtschwimmerbecken - dafür müssen die Grossen aber hin und wieder auch mit uns beim Babybecken bleiben. 


4. Kleinkinder sichern
Meine Mini ist eine echte Wasserratte, war sie schon als Krabbelkind. Deswegen musste ich zwingend eine Möglichkeit haben, sie festzubinden. Entweder nahm ich den Buggy mit bis an den Beckenrand, oder ich band sie (oft unter heftigem Protest) ins Tragetuch. Sehr praktisch sind eigens für den Gebrauch im Wasser hergestellte Tragetücher oder Tragehilfen. Mit ihnen kann ich problemlos mit Baby ins Wasser und habe dennoch die Hände frei.


5. Um Hilfe bitten
Wir Eltern sitzen letztlich alle im selben Boot - und wir hatten alle mal Kleinkinder. Wie oft war ich grade erst mit allen 4 Kindern ins Nichtschwimmerbecken eingestiegen, als Midi plötzlich dringend aufs WC musste. Anfangs lotste ich dann die ganze Bande raus und ins WC. Inzwischen bitte ich meist eine andere Person am Beckenrand, rasch ein Auge auf meine Kinder zu haben. Die Bitte wurde mir noch nie abgeschlagen!


6. Realistische Ansprüche
Gehe ich alleine mit meinen Kids ins Schwimmbad, ist das alles - nur nicht erholsam. Wenn ich von Anfang an nicht diesen Anspruch stelle, werde ich nicht enttäuscht. Lesestoff bleibt deswegen gleich zu Hause - mit Kleinkindern wäre das auch viel zu gefährlich. Auch Gespräche am Beckenrand halte ich eher kurz, mit meinen lebhaften Kids brauche ich meine ganze Konzentration zur „Überwachung“.


7. Nicht zu Spitzenzeiten
Am liebsten gehe ich erst am späteren Nachmittag. Dann sind viele Besucher schon wieder auf dem Heimweg, und es ist wesentlich einfacher, den Überblick über meine Rasselbande zu behalten. Ich finde auch, es macht Sinn, solche Schwimmbad-Besuche eher kurz zu halten. Irgendwann lässt meine Konzentration nach, und dann wirds gefährlich. Für ausgedehnte Badi-Besucher sind bei uns die Wochenende da - wenn wir uns die Arbeit zu zweit aufteilen können. Wenns Zeit wird für den zNacht, wirds bei uns dann Zeit, aufzubrechen - das sorgt dann in der Regel auch nicht für grosse Diskussionen.



Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wie ein Schwimmbadbesuch mit kleinen Kindern möglichst stressfrei verläuft? Teilt eure Tipps mit uns!






Michelle Boss
, 34, Königstochter (so nennen ihre Töchter Menschen, die an Gott glauben), Ehefrau, Mutter (4 fabelhafte Töchter zwischen 2 und 7 Jahren), freie Radioredaktorin, Ungern-Bastlerin aber begeisterte LEGO-, Puzzle- oder Möbel-Zusammenbauerin, Vielleserin und -Vorleserin, Beziehungsmensch

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